Ruderordnung

1) Ruderwart:
Der Ruderwart leitet den Ruderbetrieb. Ihn unterstützen die Ausbilder und Bootswarte. Es findet ein öffentliches Rudern statt bei dem der Ruderwart oder ein von ihm bestimmter Steuermann (wenn möglich) oder Steuermannsanwärter als Vertreter anwesend ist. Die Vertretung hat dann die Rechte des Ruderwartes gemäß dieser Ordnung.

2) Ausbilder:
Sie unterstützen den Ruderwart bei der Ausbildung. Ausbilder werden vom Vorstand bestimmt. Sie sind nach Möglichkeit Steuerleute.

3) Training:
Bei Interesse findet ein Rennrudertraining statt. Das Training leitet der Ruderwart oder ein vom Vorstand bestimmter Trainingsleiter. Das Konditionstraining leitet der Ruderwart oder ein von ihm bestimmter Vertreter.

4) Ruderklassen:
Anfänger und Mitglieder sind in 5 Ruderklassen unterteilt:

 

5) Versetzung:
Die Versetzung in die nächsthöhere Ruderklasse erfolgt für Anfänger automatisch nach Ende des ersten Ruderjahres. Auf der Jahreshauptversammlung werden sie rückwirkend zum Jahresanfang zu Ruderern ernannt. Ruderer werden Steuermannsanwärter, wenn sie vom Vorstand zum jährlich stattfindenden Steuermannsanwärterkurs zugelassen werden und die abschließende theoretische Prüfung bestehen. Eine Prüfung außer der Reihe ist zulässig. Steuermannsanwärter werden Steuerleute, wenn sie nach Ermessen der Prüfer die theoretische und praktische GRC-Steuermannsprüfung (angelehnt an das Formblatt vom 27.6.1994) bestehen und befriedigende Kenntnisse in der ersten Hilfe beweisen. Dem Prüfungsausschuss gehören zwei Steuerleute mit mindestens einjähriger Erfahrung an, so wie der Protektor, der nicht im Boot sitzen muss.
Die Prüfungen werden jährlich angeboten und sind ebenso außer der Reihe zulässig. Ein Steuermannsanwärter, der diese Klasse zwei Jahre inne hat, muss sich einer Steuermannsprüfung stellen ansonsten verliert er diese Ruderklasse. Skiff I wird an Steuerleute erteilt, wenn sie eine Prüfung nach Formblatt vom 27.6.1994 ablegen und bestehen. Dem Prüfungsausschuss gehören der Protektor und die Vorstandsmitglieder, die Skiff I innehaben, an.
Der Ruderwart kann ein Mitglied für eine Ausfahrt um eine Ruderklasse erhöhen. Der Vorstand kann dies auch für die Dauer einer Wanderfahrt tun und im Falle von Ruderlagern Mitglieder auch um mehrere Ruderklassen erhöhen, was dann eventuell nur für gewisse Gewässerteile gilt.

6) Obmann:
Der Obmann ist der Verantwortliche einer Ausfahrt und gibt die Kommandos. Er muss gemäß dieser Ruderordnung befugt sein ein Boot führen zu dürfen. Des Weiteren muss er das Rettungsschwimmabzeichen in Bronze haben und 14 Jahre alt sein. Der Obmann ist für Mannschaft und Boot verantwortlich.

7) Boote:
Die Boote dürfen zu Wasser und zu Land nur in Anwesenheit eines Steuermanns oder einer nach 4. c) bzw. durch Ruderklassenerhöhung dazu geeigneten Person bewegt werden (ausgenommen sind die Bootswarte, die die Boote zu Land bewegen dürfen). Die Boote dürfen nur mit Zustimmung des Vorsitzenden, des Ruderwarts und eines Bootswartes an andere Vereine oder deren Mitglieder verliehen werden. Für Tagesfahrten reicht die Zustimmung einer dieser Personen.
Die Bootswarte sind für die Instandhaltung des Bootsparkes verantwortlich. Sie haben die Pflicht, mindestens an einem bestimmten Tag der Woche regelmäßig öffentlichen Bootsdienst abzuhalten, an dem die Mitglieder ihrer Pflicht zum Bootsdienst nachkommen können. Die Bootswarte bestimmen durch Aushang in der Umkleide die ruderfähigen, gesperrten und bedingt ruderfähigen Boote. Bedingt ruderfähige Boote sind nur mit Auflagen zu rudern (z.B. bestimmte C-Gigs und Rennboote nur bei Trainingsausfahrten oder gering beschädigte Boote mit besonderer Vorsicht), die beim Bootswart oder Ruderwart zu erfragen sind, die auch bei beschädigten Booten den Einsatz gestatten/nicht gestatten. Jedoch werden, die zwecks Training bedingt ruderfähigen, Boote im Einvernehmen mit dem Vorstand bestimmt.

8) Rennboote:
Die Benutzung der Rennboote erfolgt unter besonderer Berücksichtigung ihrer leichten Bauweise. So sind sie nur zu benutzen, wenn Wetter, Wellen und Schifffahrt ruhiges Wasser garantieren. Das gilt besonders für den Rhein. Auf diesem sind sie nur zwischen Steg und Kaimauer zu rudern (nur linksrheinisch) oder in Beuel. Rennbootausfahrten sind nur zwecks Training gestattet. Von allen diesen Bestimmungen (außer Satz 1) sind Skiffs (Renneiner/Renngigeiner) ausgenommen.

9) Trainingsausfahrten:
Unter Trainingsausfahrten sind solche zu verstehen, die mit der Absicht unternommen werden, sich nur auf das Rudern als solches zu konzentrieren. Insbesondere sind nur Steganleger gestattet.

10) Wanderfahrten/Ruderlager:
Wanderfahrten sind mehrtägige Ruderfahrten, Ruderlager sind Lager mit Ruderbetrieb wie Skifflager, Trainingslager oder Regatten. Sie bedürfen, sobald mehr als ein Boot diese Fahrten/Lager unternimmt, der Genehmigung des Protektors und des Ruderwarts. Verantwortliche sind die Fahrtenleiter bzw. im Falle von Regatten/Trainingslager ein vom Vorstand bestimmter Leiter (siehe 3.).
Ihren Anweisungen ist von allen Teilnehmern Folge zu leisten; außerdem haben sie das Recht einen zusätzlichen Aufladebootsdienst abzuhalten, bei dem alle Teilnehmer mitmachen müssen. Die Fahrtenleiter (bzw. der Trainingsleiter) oder auch der Vorstand können aus wichtigen Gründen im Einvernehmen mit dem Protektor Personen von der Teilnahme ausschließen, so z.B. dem Versäumen von Mitgliederpflichten oder der Befürchtung von clubschädigendem Verhalten seitens des Mitglieds. Umfasst die Fahrt nur ein Boot, gilt sie nicht als Wanderfahrt/Ruderlager. Verantwortlich muss ein Steuermann sein, der den Ruderwart über die Fahrt informieren soll.

11) Fahrtbedingungen:
Bei jeder Fahrt sind Ruderordnung und die jeweilige Schifffahrtsordnung zu beachten, Für alle Insassen gilt, dass sie das Jugendschwimmabzeichen in Silber haben müssen, sowie §33 der Satzung. Bei Hochwasser ist der Ruderbetrieb gesperrt, sobald die Räder des Steges unter Wasser stehen. Ebenfalls gesperrt ist der Ruderbetrieb ab -5° C, der Skiffbetrieb ab +5° C. Vorheriges Einstellen des Öffs liegt im Ermessen des Ruderwattes. Außerdem ist Rudern untersagt bei Dunkelheit, Gewitter, starkem Nebel und Sturm (Wellen tragen Schaumkronen auf dem Kamm). Jede Fahrt ist vollständig ins Fahrtenbuch einzutragen. Das Fahrtenbuch ist ein Dokument und als solches zu behandeln. Nach der Fahrt muss das Bootsmaterial gesäubert und am dafür vorgesehenen Platz verstaut werden. Jeder Schaden, ob verursacht oder vorgefunden, ist sofort ins Fahrtenbuch einzutragen. Die Verursacher können satzungsgemäß (§33, §27) zur Verantwortung gezogen werden.

12) Entfallen

13) Clubtrikot:
Das Rudertrikot des GRC besteht aus schwarzer Hose und weißem Hemd mit rotem, achteckigem Stern auf einem schwarzen Diagonalbalken.

14) Gäste:
GRC-Mitglieder können andere Personen, die das Jugendschwimmabzeichen in Silber besitzen, als Gäste mitnehmen. Sie tragen dann die Verantwortung für diese. „Kielschweine“ sind vom Ruderwart zu genehmigen. Es ist nur ein Kielschwein pro Boot erlaubt das im Fahrtenbuch mit „KS“ vermerkt wird. Kielschweine und Gäste fallen unter Ruderordnung und Satzung.

15) Alte Herren:
Alte Herren haben gemäß dieser Ruderordnung und ihrer Ruderklasse jederzeit das Recht, Boote des GRC zu rudern.

16) Verhalten:
Alle Bootsinsassen haben sich an Land und zu Wasser so zu verhalten, dass das Ansehen des Clubs durch ihr Auftreten und Benehmen nicht geschädigt wird.

17) Bootshaus:
Für das Bootshaus mit Ausnahme des Werkraums und für den Vorplatz ist der Bootshauswart verantwortlich. Er (oder ein Vertreter) hat dort an mindestens einem bestimmten Tag der Woche für Sauberkeit und Ordnung zu sorgen. Dafür kann er eventuell einen öffentlichen Bootshausdienst einberufen, oder einzelne Mitglieder bitten, ihm bei seinen Arbeiten zu helfen. Diese Arbeiten werden als Bootsdienst angerechnet.
Im und am Bootshaus sind alle Mitglieder zu Sauberkeit und Disziplin gehalten. Für Unfalle im und am Bootshaus wird seitens des Clubs keine Haftung übernommen.
Neben dem Vorsitzenden, dem Ruderwart, den Bootswarten, dem Bootshauswart und dem Protektor haben alle Steuerleute das Recht auf einen Bootshausschlüssel. Derjenige, der als letzter Schlüsselinhaber das Bootshaus verlässt, hat das Bootshaus abzuschließen. Rauchen ist im Bootshaus verboten.

Nichtbeachtung:
Nichtbeachtung der Ruderordnung wird satzungsgemäß bestraft. Der Ruderwart kann im Einvernehmen mit dem Protektor außerdem folgende Strafen verhängen:

 

Übergangsbestimmungen:
Das Rückfallen von Steuermannsanwärtern auf die Stufe von Ruderern bei nicht Stellen zur Steuermannsprüfung gilt nur für Steuermannsanwärter, die nach dem 1.1.1993 die Prüfung bestanden haben.

Beschlossen im November 1994